m42.jpgM 42

Diffuser Nebel M 42 (NGC 1976)

Der Orion Nebel im Orion

Mit einer Entfernung von etwa 1600 (oder 1500) Lichtjahren ist der Orion Nebel der hellste diffuse Nebel am Himmel - mit dem bloßen Auge sichtbar, und ein lohnendes Objekt för Teleskope in allen Größen, vom kleinsten Feldstecher bis zu den größten erdgebundenen Observatorien und dem Hubble Space Telescope.

Es handelt sich um den Hauptteil einer weit größeren Wolke aus Gas und Staub, die sich mit über 10 Grad gut über die Hälfte des Sternbildes des Orions ersteckt. Die lineare Ausdehnung dieser gewaltigen Wolke beträgt gut und gerne mehrere hundert Lichtjahre. Man kann sie bei langer Belichtungszeit ganz abbilden (vgl. Burnham); außer dem Orion Nebel nahe dem Zentrum enthält diese Wolke noch die folgenden, um ihretselbst willen bekannte Objekte:
die Barnard's Schleife, die Region des Pferdekopf Nebels (der auch NGC 2024 = Orion B enthält), und den Reflexionsnebel um M 78.

Der Orion Nebel für sich selbst ist mit einer Ausdehnung von etwa 66x60 Bogenminuten schon ein großes Objekt am Himmel, würde er doch damit das Gebiet des Vollmondes viermal überdecken. Das entspricht einem Durchmesser von um die 30 Lichtjahre.
Er ist ebenso eines der hellsten Himmelsobjekte, f&uum;r das bloße Auge gut sichtbar, so daß sich der gegenwärtige Autor darüber wundert, daß die nebelartige Natur offenbar nicht vor 1610 berichtet wurde, als Nicholas-Claude Fabri de Peiresc, ein französischer Anwalt, sein Teleskop in diese Richtung des Himmels drehte.

Der Nebel wird an seinem nördlichen Ende von einer ins Auge fallenden dunklen Gasse geteilt, wie man auf unserer Photographie gut sieht. Von dem kleinen nordöstlichen Teil wurde zuerst von de Mairan berichtet; er erhielt eine eigene Nummer von Charles Messier, M43 (siehe auch unten). In der unmittelbaren Umgebung, in Richtung Norden, gibt es weitere schwächere Reflexionsnebel, die teilweise das Licht des Großen Nebels reflektieren. Sie waren für Charles Messier nicht bemerkenswert, wurden aber später mit den NGC Nummern 1973-5-7 versehen. Man klicke hier, um weitere Bilder von M42, M43 und NGC 1973-5-7 zu sehen.

Bei M 42 selbst handelt es sich offenbar um eine sehr turbulente Wolke aus Gas und Staub, voller interessanter Einzelheiten, die C.R. O'Dell in der Unterschrift seines HST Photos mit der abwechslungsreichen Topographie des Grand Canyon vergleicht. Die größeren Merkmale haben von vielen Beobachtern eigene Namen bekommen: Der dunkle Nebel, der die Gasse bildet, die M43 von dem Hauptnebel trennt, sich aber wohl in den letzteren erstreckt, bildet eine Form die im allgemeinen das "Fischmaul" genannt wird. Die hellen Regionen an beiden Seiten werden die "Flügel" genannt, während sich am Ende des "Fischmauls" ein Haufen jüngst gebildeter Sterne befindet, namentlich der "Trapez Sternhaufen". Die Audehnung der Flügel im Osten in den Süden (unten links in unserem Bild) wird "Das Schwert" genannt, das helle nebelhafte Gebilde unter dem Trapez "Der Stoß" und der schwächere westliche (rechts) Ausdehnung "Das Segel". Wir haben hier eine kleine Sammlung von Bilder von Einzelheiten in M42, eingeschlossen einer anderen Nomenklatur für die hellste Region in diesem Nebel von geschichtlichen Beobachtern.